Kanusport
Eigentlich zum Segelsport gehört das Kanusegeln. Die Form der schmalen Boote mit dem Spitzheck sind allerdings sehr kanuähnlich. Das Rafting, das auch zum Kanusport im weiteren Sinne gezählt wird, fahren die Sportler mit einem Floß oder einem Schlauchboot eine Sprint- oder eine Slalomstrecke ab.
Kanu-Freestyle, auch Playboating oder Kanu-Rodeo genannt, ist keine Meisterschaftsdisziplin und dennoch äußerst beliebt. Je nach Eignung der Wildwasserstrecke werden mit dem Kanu akrobatische Figuren im Wasser nachgestellt. Beim Surfski wird ein leichtes mit einem Doppelpaddel angetriebenes Kajak verwendet, das sehr schnell ist und eine exzellente Manövrierfähigkeit besitzt. Die Haltbarkeit des Surfski-Kanus wird durch dessen Material, in der Regel Fiberglas, Carbon oder Kevlar, gewährleistet. Das Kanu gleitet dabei über Strecken von 700 Metern bis 20 Kilometern auf den Meereswellen. Diese Sportart ist übrigens auch für Rettungssportler vorgesehen und wird dann Surflifesaving genannt.
Die Vielfalt des Kanusports ist damit aber längst noch nicht vollständig abgedeckt. Es werden weitere Einzeldisziplinen ausgetragen, für die aber keine offiziellen Meisterschaftsrennen ausgetragen werden. Ein Beispiel ist der Kanutriathlon, der das Kanurennen mit Radfahren und Langlauf verbindet. Der Auslegerkanu stammt ursprünglich aus dem Fünften Kontinent, ist aber in Tahiti und auf Hawaii ein Nationalsport. Eine weitere Mannschaftsportart ist der Kanubasketball, der bis heute allerdings nur wenige Anhänger gefunden hat. Auch außerhalb von Gewässern wird Kanu gefahren: Beim Snowkajak finden die Rennen auf Skipisten statt.