Kajaks

Kajaks sind eine andere spezielle Kanubauform. Sie sind oben geschlossen und weisen nur eine Öffnung für den Fahrer auf. Die Fahrer sitzen in Fahrtrichtung und bedienen ein Doppelpaddel. Vorläufer sind die Kajaks der Inuit. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren Kajaks sogar als Faltboote erhältlich – das erleichterte in der damals noch nicht so motorisierten Welt den Transport. Moderne Kajaks werden aus Polyethylen oder aramidfaserverstärktem Kunststoff oder auch aus Holz hergestellt. Normalerweise hat ein Kajak einen oder zwei Fahrer, bei Sportrennen auch vier.
Außer den Rennkajaks, die bei offiziellen Sportrennen eingesetzt werden, gibt es weitere Kajaktypen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Für Touren in natürlichen Gewässern bieten sich Wanderkajaks an, die bis zu fünf Meter lang sind und im hinteren Bereich viel Stauraum zur Verfügung stellen. Kajaks eignen sich bestens zum Paddeln auf Seen und Flüssen.
Auch wenn die Begriffswahl zuerst etwas widersprüchlich scheint, sind Seekajaks durch ihre schmale Ausführung und die besondere Bug- und Heckform ideal geeignet, um in Küstennähe auf dem Meer zu paddeln. Durch ihren geringen Wasserwiderstand lassen sich von Wind und Wellen im Geradeauslauf kaum beeinflussen. Auch die Inuits benutz(t)en Kajaks für die Jagd auf dem Meer. Freizeitsportler verwenden Seekajaks zum Küstenkanuwandern.
Im Gegensatz zu Seekajaks sind Wildwasserkajaks sehr kurz gebaut und dafür umso wendiger. Sie können auf künstlich angelegten Sport-Wildwasserstrecken sowie in Wildbächen und Wildflüssen gefahren werden. Beim Wildwasser-Paddelsport werden verschiedene Wettkampfarten unterschieden. Für jede sind eigene Kajakausführungen erhältlich.